Nachhaltig die Welt verändern mit Kerstin Fischbacher

Ich habe Kerstin Fischbacher gefragt, ob sie mir etwas über ihre Arbeit mit nachhaltigen Materialien erzählen kann. Sie bewirbt sich gerade um ein Talentstipendium beim ORF und bittet daher um Eure Stimme per E-Mail an oe1.talentstipendium@orf.at. Im Betreff muss einfach nur „Kerstin Fischbacher“ stehen. Die E-Mail braucht sonst keinen Text zu enthalten. Damit gebt Ihr dem ORF zu verstehen, dass Ihr dieses Projekt gerne nachhaltig unterstützen möchtet. Nachstehend erzählt nun Kerstin selbst, woran sie gerade arbeitet. Ich bin der Meinung, dass unsere Umwelt gerade jetzt solche Ideen braucht, damit dieser Planet nachhaltig bewohnbar bleibt.

Nachhaltig ist gut: Kerstin Fischbacher erzählt

Wenn mich jemand fragt was ich so mache, gestaltet sich die Antwort oft schwierig für mich. Die kurze Wahrheit: Vieles. Ich definiere mich nicht durch einen einzelnen Beruf, eine Ausbildung.

Die Rollen die ich einnehmen kann, bewegen sich jedoch allesamt im Gravitationsfeld der bildenden Kunst, in dessen Mittelpunkt das Gestalten, das Formen und die Veränderung liegen.

Der kleinste gemeinsame Nenner: die intensive Auseinandersetzung mit Material, dem Materiellen und dem Werkzeug als wichtigstes Mittel der Formgebung.

Mein Schaffen sehe ich als interdisziplinäre Arbeit der Bereiche Restaurierung, Architektur, Chemie und Kunsthandwerk in mir selbst.

Studium

Seit 2013 studiere ich Konservierung und Restaurierung im Zweig Objekte/ Holz an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Hier habe ich das Privileg die Kunst nicht suchen zu müssen, in der Regel findet Sie ihren Weg zu mir. Meistens ist Sie dann beschädigt, schlecht überarbeitet oder benötigt präventive Maßnahmen zur Erhaltung.

Wie mein derzeitiges Seminarobjekt, ein hölzerner Abtstab aus Kleinmariazell aus dem 12/13. Jahrhundert, welcher vermutlich zu einem der ältesten erhalten hölzernen Bodenfunde Österreichs gezählt werden kann.

Ausbildungen

Vor meiner derzeitigen Ausbildung habe ich eine HTL für Hochbau absolviert, Architektur an der Tu studiert und in der Baubranche als Hochbauingenieurin und technisch Planerin gearbeitet.

Ich kombiniere dieses mir angeeignete Wissen, prüfe es aus den verschiedenen Blickwinkeln und stelle es auch oft in Frage, insbesondere, wenn um die Aspekte Gesundheit, Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit geht.

Umwelt

Wir schädigen unsere Umwelt auf so vielen Arten und Weisen und sind Meister darin uns selbst das Gegenteil vorzugaukeln. Ein Beispiel dafür der unbedachte Einsatz von extrudiertem Polystyrol, auch als Styropor bekannt.

In Form von Wärmedämmungen an der Fassade ist es ein Künstler der Verkleidung.  Unter Putz und Fassadenelementen bleibt es für uns im Alltag unsichtbar. Jedoch schlummert es und wird künftige Generationen vor eine große Herausforderung stellen, wenn Gebäude abgerissen und unvorstellbare Massen von diesem problematischen Material anfallen werden.

Meine Entwürfe

Bei meinen Entwürfen entscheide ich mich daher bewusst für Materialien, die sich wieder problemlos und ohne großen Aufwand in den Kreislauf der Natur eingliedern lassen.

Ich kombiniere mein Verständnis für moderne Formensprache aus der Architektur mit uraltem Wissen über Materialien aus dem Fachbereich Restaurierung.

Durch eigene Experimente und individuelle Forschung entstehen Materialinnovationen aus Naturstoffen, die als Grundlage für nachhaltiges, umweltfreundliches Design dienen sollen.

Kerstin Fischbachers Bewerbung zum Talentestipendium des ORF

CORNCOBIT

Mit Corncobit habe ich ein Material entwickelt, das 100% biologisch abbaubar ist, regional hergestellt werden kann und zum größten Teil aus dem Ernterückstand „Maisspindel“ besteht. Dabei handelt es sich um entkörnte Maiskolben, die in einem großen Volumen als Abfallprodukt der europäischen Landwirtschaft anfallen und bisher lediglich granuliert als Einstreu in der Tierhaltung oder als Pellets Verwendung findet. Mit dem entsprechenden Bindemittel, das ebenso auch biologisch abbaubar ist, entsteht ein Verbundwerkstoff, der billig, regional, sehr fest und unempfindlich gegen Spritzwasser ist.

Bei der Entsorgung ist es problemlos kompostierbar.

 „PAPE[AIR]“

Mit meinem Konzept „PAPE[AIR] konnte ich die Jury des Verpackungsriesen Smurfit Kappa überzeugen und den ersten Platz bei der Better Planet Design Challenge gewinnen. Für den Wettbewerb habe ich ein Material entwickelt, dass für thermisch wirksame Verpackungen genutzt werden kann. Derzeit übernimmt Styropor diese Rolle und wird häufig als dämmendes Element eingesetzt, zum Beispiel für Eisverpackungen oder andere Produkte, die Kühl bleiben sollen.

Der Nachteil ist, dass der Verbraucher Papierverpackung von dem Styropor trennen muss.

Ziel war es eine wärmedämmende Verpackung entwickeln die hauptsächlich aus Papier besteht und als gesamtes entsorgt werden kann.

Dafür wird Pulpe aus recycelten Papier mit natürlichen Mitteln aufgeschäumt.  So entsteht ein leichter Papierwerkstoff Lufteinschlüssen. Getrocknet besitzt das Material wärmedämmende Eigenschaften und schützt das Produkt im inneren der Verpackung vor Stößen und Erschütterung.  Die gesamte Verpackung lässt sich so wieder in den Recycelkreislauf des Papiers eingliedern und ist biologisch abbaubar.

Nachhaltig mithelfen kostet Dich nichts

Soweit die Worte von Kerstin Fischbacher über Ihre Projekte mit denen sie Materialien entwickelt. Diese sollen nachhaltig unsere Recourcen und unsere Umwelt schonen. Jetzt bist Du an der Reihe. Wenn auch Du der Meinung bist, dass wir diese Arbeit unterstützen sollten, dann schick das anfangs erwähnte E-Mail an den ORF. Denn als Österreicher hast Du sowieso schon mitgezahlt. Du musst dem ORF jetzt nur mehr mitteilen, wofür er Dein Geld einsetzen soll. Hier sind keine Spenden gefragt und Du musst auch fast keine Zeit investieren. Eine einfache Nachricht reicht und Kerstin Fischbacher kann vielleicht schon morgen weiter an neuen Materialen forschen. So können wir gemeinsam die Welt nachhaltig zu einem besseren Ort machen, an dem wir ein glückliches Leben geniessen dürfen.

In der Hoffnung auf Eure Unterstützung

Volker Schäfer

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Lifestyle und verschlagwortet mit nachhaltig, Recycling, Umwelt von Volker Schäfer. Permanenter Link zum Eintrag.

Über Volker Schäfer

Mein Name ist Volker Schäfer und ich wurde am 19.1.1970 in Wien in Österreich geboren. Heute lebe ich im wunderschönen Burgenland mit meiner Frau und meinen drei Kindern. Als bei mir im Juni 2016 plötzlich Diabetes diagnostiziert wurde, begann ich durch bessere Ernährung und viel Bewegung mein Gewicht zu reduzieren. Kurz danach haben sich meine Blutwerte wieder völlig normalisiert. Das blieb Gott sei Dank bis heute so. Meine Faszination für einen gesünderen Lebensstil ist geblieben und Thema in meinem Blog Gemeinsam Freiheit Leben. Zuletzt konnte ich dem noch die Freiheit im Job hinzufügen. Heute schreibe ich als Freelancer für Auftraggeber auf der ganzen Welt auf diversen Online Vermittlungsplattformen deutschsprachige Texte und verdiene damit meinen Lebensunterhalt. Dadurch kann ich jetzt zeit- und ortsunabhängig arbeiten und dafür bin ich jeden Tag ebenso dankbar, wie für meine zurückgewonnene Gesundheit, meine Familie und all die wunderschönen Dinge, die das Leben mit geschenkt hat. Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch Volker Schäfer

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